Konzept & Ziel
Lage & Ausstattung
Geschichte

Konzept & Ziel

In unserem "Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet" in der Region Kurdistan im Nordirak haben wir seit Anfang 2015 mehr als 100 Wohncontainer und weitere Container für soziale und gewerbliche Strukturen aufgebaut.

Hilfe für geflüchtete Menschen

Wir konzentrieren unsere Arbeit auf Hilfe für geflüchtete Menschen in Not in ihren Heimatländern.

Heimat & Leben

Wir wollen geflüchteten Menschen durch vernünftige Unterbringung vorübergehend eine neue Heimat geben.

Perspektive & Bildung

Wir möchten geflüchteten Menschen in Ihrer Heimat Perspektiven bieten für das Leben nach der Flucht. Qualifikation, Bildung und Arbeit sind hierbei wichtige Aspekte.

Unsere Container können später einmal in die befreiten, aber zerstörten Gebiete transportiert werden, um während des Wiederaufbaus auch dort eine Unterkunft bieten zu können.

 

Bäckerei

Die Bäckerei stellt die Versorgung mit Brot sicher: für den Eigenverzehr und zum Verkauf.

Bibliothek

Die Menschen im Camp können sich hier treffen, lesen und sogar Bücher ausleihen.

Gewerbe

Diese Container bieten Platz für Kleingewerbe, wie z.B. ein Friseursalon, ein Haushaltswarengeschäft und eine Reparatur-Werkstatt.

Lage & Ausstattung

Das Flüchtlingsdorf wurde in der Nähe der Stadt Sheikhan im Gouvernement Dahuk in der autonomen Region Kurdistan im Nordirak gebaut. Dort leben überwiegend vom sogenannten Islamischen Staat verfolgte Jesiden.

Unser Flüchtlingsdorf konnten wir auf einem bereits erschlossenen Areal errichten und besteht aus über 100 Wohncontainern und weiteren Containern für soziale und gewerbliche Strukturen. Es ist an das Camp "Mam Rashan" angegliedert, welches von der "International Organisation of Migration" sowie von der irakischen Zentralregierung in Bagdad finanziert wurde, sich aber grundlegend in Organisation und Ausstattung unterscheidet.

 

Die Wohncontainer haben eine Wohnfläche von ca. 30 qm mit Bad und Küche. In jedem Container finden zwei Familien ein vorläufiges Zuhause.

 

Unsere Container können später einmal in die befreiten, aber zerstörten Gebiete transportiert werden, um während des Wiederaufbaus auch dort eine Unterkunft bieten zu können.

Das Areal

  • feste Wege
  • Abflusssystem für Regenwasser
  • Stromversorgung

Die Container

  • Frischwasser
  • Abwasserentsorgung
  • Stromversorgung
  • Küche
  • Toilette
  • Dusche und Waschbecken

 

Bäckerei

Grundversorgung & Verkauf

Therapiezentrum

Hilfe & Unterstützung

Bibliothek

Bücher & Gesellschaft

Handwerkerstraße

Arbeit & Ausbildung

Ladenstraße

Gewerbe & Versorgung

Gewächshäuser

Selbstversorgung & Verkauf

Jugendzentrum

Bildung & Soziales

Sportplatz

Spaß & Bewegung

Geschichte

Seit Mitte 2015 konnten wir bislang 100 Wohncontainer und 30 „Basarcontainer“ anschaffen, in denen Handwerker ihre Dienstleistungen anbieten. Für deren Ausstattung hat u. a. die Handwerkskammer NRW im Juli 2016 einen Lkw mit gesammelten Werkzeug und Kleinmaschinen auf die Reise geschickt. Weitere 25 Basarcontainer sind zurzeit in Arbeit, deren Finanzierung durch die Deichmann-Stiftung sichergestellt worden war.

Um die Grundversorgung sicherzustellen, haben wir eine kleine Bäckerei errichtet, die in der ersten Zeit kostenlos Brot für die Bewohner herstellte. Anfallende Kosten für Mehl, Gehälter usw. haben wir ein Jahr lang übernommen.

Wir haben die Container in einem bereits für ein Flüchtlingscamp erschlossenen Areal aufbauen können. Die Regionalregierung hat auf einem abschüssigen Gelände vernünftigen Wegebau betrieben, mit festen Wegen und einem Abflusssystem für Regenwasser. Sie hat durchgehend die Stromzuführung gesichert und so geplant, dass an die einzelnen Container sowohl Frischwasser zugeführt werden kann, als auch die Abwasserentsorgung geregelt ist.

Wir haben Container beschafft, die auf ca. 30 Quadratmetern auch einer größeren Familie genügend Platz bieten, mit einer Nasszelle inkl. Toilette, Dusche und Waschbecken sowie einer Küchenzeile mit Strom- und Wasserversorgung. Die Container haben wir zu einem sehr günstigen Preis „vor Ort“ bei einer Firma in Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region, besorgt. Der Stückpreis liegt bei 5000 €, dazu kommen rund 200 € für den Transport bis zum Camp.

Nach weniger als einem Jahr waren rund 800 Menschen in Containern untergebracht und "grundversorgt". Das reicht aber noch nicht, um den Anspruch einer neuen Flüchtlingspolitik gerecht zu werden. Dazu gehört schlicht, das die Kinder Schulen brauchen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Wir haben dann mit der "Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit" (GIZ) vereinbaren können, dass sie aus Mitteln der Bundesregierung eine Schule mit zwölf Klassenräumen baut. Im Doppelbetrieb gibt es 24 Schulklassen. Für die Ausstattung sind wir verantwortlich. An Essener Schulen haben Schülerinnen Schüler/-innen Aktionen durchgeführt. um Geld für die Ausstattung der Räume und der Kinder zu sammeln. Bisher kamen rund 30.000 Euro zusammen, die Aktion geht weiter.

Ebenfalls über die GIZ ist der Bau einer Krankenstation gelungen. Wir haben uns verpflichtet, die Ausstattung zu finanzieren und Mitarbeiter zu suchen, also Ärzte und Pflegepersonal. Diese stellt inzwischen die Regionalregierung.

Die Bewohner des Flüchtlingsdorfs Ruhrgebiet wurden durch den IS vertrieben. Unsere Containerlösung sieht vor, dass die Flüchtlinge nach der Rückeroberung und „Entminung“ der Dörfer und Städte, aus denen sie geflüchtet sind, in den zerstörten Heimatorten zunächst in „ihren“ Containern leben. Damit haben sie eine Basis für den Wiederaufbau.

Ganz aktuell hat die Schwäbische Zeitung (SZ) in Ravensburg in einer großen Weihnachtsaktion 250.000 € gesammelt. Davon sollen 25 Wohncontainer und sieben Basarcontainer angeschafft werden, darüber hinaus ein Jugendzentrum, ein kleines Ausbildungszentrum für das Holzhandwerk und ein Kinderspielplatz.